Personal Firewalls als Entzugshilfe

Der Ausstieg ist nicht leicht. Nur wenige können es sich leisten, komplett auf das Internet zu verzichten. Zu alltäglich ist dieses Medium inzwischen geworden. E-Mails warten darauf gelesen zu werden und für vieles ist das Internet auch die beste Informationsquelle. Wie schafft man es also, den Internetkonsum zu reduzieren, wenn man ihn schon nicht komplett einstellen kann?

Jeder hat eine oder mehrere Punkte im Netz, an denen er besonders viel Zeit vergeudet. Für den einen ist das ein Blog, für den anderen ein Nachrichtenticker. Häufig könnte man auf diese Zeitfresser komplett verzichten, schafft es aber nicht.

Abhilfe können da „Personal Firewalls“ schaffen. Diese Programme dienen eigentlich dazu, den Zugriff zwielichtiger Gestalten aus dem Internet auf den eigenen Rechner zu verhindern. Dazu schränken sie die möglichen Verbindungen zu anderen Rechnern ein. Man kann sie aber auch dazu nutzen, die eigenen ausgehenden Verbindungen zu kontrollieren.

Dazu setzt man einfach die zeitfressenden Internetadressen, an die man nicht länger so viel Zeit verlieren möchte, auf die „schwarze Liste“ seiner Firewall (wie genau das geht steht in der Anleitung der jeweiligen Firewall). Im Prinzip verbietet man sich selber, die Zeitfresser zu konsumieren. Doch im Gegensatz zum eigenen Geist ist eine Firewall nicht so nachgiebig – der Zugang bleibt eisern verwehrt.

Zugegeben, man kann die Firewall natürlich auch wieder so einstellen, dass sie den Zugang zu den betreffenden Angeboten nicht mehr blockiert. Der Unterschied ist jedoch, dass dies eine zusätzliche Hürde darstellt. Um schwach zu werden reicht es nicht länger, eine Adresse in einen Browser einzugeben. Stattdessen muss man sein System gezielt umkonfigurieren um seinen Lastern nachzugeben.

Diese kleine zusätzliche Hürde reicht meistens, um sich selbst unter Kontrolle zu halten – und die Internetsucht ein Stückchen weiter einzudämmen.

Autor: Florian